Die Arbeit mit Klang und Ton
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Als erster Sinn des Menschen öffnet sich im Mutterleib das Hören. Töne, Klänge, die menschliche Stimme, Worte und Rhythmen sind geeignet, den Menschen auf einer tiefen, oft völlig unbewussten Ebene seines Seins zu erreichen. Hier spielt der Alltagsverstand mit seinen Vergleichen, Bewertungen, Ängste und Befürchtungen keine Rolle, alles läuft über den Körper und das Unterbewusstsein. Tiefe Seelenebenen und tiefe Körperschichten werden erreicht. Jeder Klang, jeder Ton einer bewusst ausgeführten Behandlung bringt die Seelenebene zum schwingen. Das Element Wasser wird mit den Emotionen, der Seelenebene und dem Unbewussten in Zusammenhang gebracht. Arbeitet Shaman mit Klängen, so wird zum einen das Körperwasser ins schwingen gebracht. Das bewirkt eine Art feinster Massage aller Körperschichten. Durch entsprechende geistige Fokussierung kann die Intensität der Schwingungen in bestimmten Körperbereichen sogar noch intensiviert werden. Mit dem Schwingen des Elementes Wasser im Körper beginnt aber auch das symbolische Wasser, die Seele, zu schwingen. Bewegung kommt in erstarrte Bereiche, Schmerz kann sich lösen, Entspannung kann Einzug halten. Das schafft Raum für Veränderung.
Klangschalen als Mittel der Behandlung, Entspannung und Reinigung sind heute weithin bekannt. Dabei werden die Schalen, je nach Fokus und Absicht der Arbeit, auf den Körper gesetzt, oder im Energiefeld bewegt. In Kombination damit hat sich das Beschallen des Energiefeldes mit großen Gongs bewährt.
Stimmgabeln, direkt auf bestimmte Körperpunkte aufgesetzt, können wunderbar ein System ausgleichen und harmonisieren, und gezielt bestimmten Bereichen Kraft geben.
Das Monochord, mit seinen wunderbaren Schwingungen und Schwebungen, harmonisiert nicht nur, sondern es verhilft dem Menschen zur energetischen Ausdehnung. Auch hier entsteht Raum für Erkenntnis, Veränderung und Entwicklung.
Trommel und Rassel als Ausdrucksformen zutiefst vorhandener Rhythmen haben in allen schamanischen Arbeiten eine sehr wichtige Bedeutung, Auch sie sprechen Menschen ganz tief an. Schließlich war der Herzschlag der Mutter der erste Rhythmus, den das entstehende Menschlein aufnahm. Außerdem können Trommel und Rassel ganz gezielt eingesetzt werden, um spezifische Wirkungen im Energiefeld des Menschen zu erzeugen.
Die Arbeit mit Klängen und Tönen geht darüber aber noch weit hinaus. Vor allem kommt im schamanischen Bereich oft die Stimme zum Einsatz. Ein Mensch wird betönt oder besungen. Das kann heißen, dass Shaman verständliche Worte ins Energiefeld des Menschen hineinsingt, aber auch dass einfach Töne und wortlose Melodien entstehen und über dem Menschen gesungen werden. Diese Töne und Melodien entstehen, wenn Shaman in eine tiefe Verbindung mit dem Klienten auf der Seelenebene geht, die innersten Empfindungen und Regungen aufnimmt, und ihnen Ausdruck verleiht. Hier zeigen sich oft zuerst ganz kummervolle, schmerzliche, disharmonisch wirkende Melodien, vielleicht weint oder seufzt Shaman zwischendurch, vielleicht wird sogar geschrieen.......... Shaman verleiht tiefem Kummer und Schmerz Ausdruck.......... Aber danach entstehen meistens ganz angenehme, schöne, beruhigende, harmonisierende Melodien, die Heilung in die tiefen Ebenen der Seele tragen. Oft endet eine solche Sitzung damit, dass Shaman ein Symbol, Farben, oder ein Bild bekommt und aufmalt, das die schönsten Potentiale dieses Menschen zeigt und stärkt.
Unter den oft ganz unbewussten Schichten aus Kummer und Schmerz zeigt sich die wahre Schönheit der Seele.